(1) Die Geschäftsanteile sind veräußerlich und vererblich.
(2) Erwirbt ein Gesellschafter zu seinem ursprünglichen Geschäftsanteil weitere Geschäftsanteile, so behalten dieselben ihre Selbständigkeit.
(3) Zur Abtretung von Geschäftsanteilen durch Gesellschafter bedarf es eines in notarieller Form geschlossenen Vertrags.
(4) Der notariellen Form bedarf auch eine Vereinbarung, durch welche die Verpflichtung eines Gesellschafters zur Abtretung eines Geschäftsanteils begründet wird. Eine ohne diese Form getroffene Vereinbarung wird jedoch durch den nach Maßgabe des vorigen Absatzes geschlossenen Abtretungsvertrag gültig.
(5) Durch den Gesellschaftsvertrag kann die Abtretung der Geschäftsanteile an weitere Voraussetzungen geknüpft, insbesondere von der Genehmigung der Gesellschaft abhängig gemacht werden.
Als international tätige Wirtschaftskanzlei verstehen wir uns als Unternehmer mit dem Anspruch, unseren Mandanten auf allen Gebieten des Wirtschaftsrechts erstklassige anwaltliche Beratungsleistungen zu bieten.
Unsere Beratung ist so international wie die Unternehmenslandschaft selbst. In Deutschland sind wir für unsere in- und ausländischen Mandanten bundesweit von Düsseldorf, Frankfurt, Hannover und Osnabrück aus tätig. Wir begleiten sie in Wachstumsmärkte rund um den Globus, allen voran die Mittel- und Osteuropa- Staaten und Asien.
Mandanten der Gesellschaft sind mittelständische und große Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistung ebenso wie Verbände, öffentliche Körperschaften und private Klienten.
Schindhelm steht für Kompetenz, Professionalität und Integrität. Erfahren Sie hier mehr über unsere Werte und unser Handeln:
Exzellente Leistungen
Ausgezeichnete juristische Fachkompetenz ist uns nicht genug. Wir wollen, dass Sie erfolgreich sind und Ihre Ziele erreichen. Exzellente Leistungen sind für uns kreative, pragmatische und wirtschaftlich sinnvolle Ergebnisse, die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind und die Sie weiterbringen. Unsere Experten bilden sich ständig weiter und entwickeln neue Ideen und Lösungsansätze. So haben wir alle unternehmerischen Hürden und Stolpersteine für Sie im Blick.
Lokale und globale Ausrichtung
Wir sind davon überzeugt, dass lokale Kompetenz und globale Reichweite kein Widerspruch sind. Insoweit verstehen wir uns als internationales Netzwerk mit deutschsprachigen Wurzeln. Unsere Anwälte sprechen ebenso selbstverständlich Deutsch wie Englisch und die jeweilige Sprache vor Ort.
Persönliche Betreuung
Bei uns werden Sie nicht einfach weitergereicht. Ihr persönlicher Ansprechpartner betreut Sie rundum und bündelt die Kompetenzen mit Kollegen im Ausland oder mit Anwälten anderer Spezialgebiete. Schnell, sachkundig und unbürokratisch.
Spezialisierung und Teamwork
Unsere Rechtsanwälte sind Spezialisten und Teamplayer zugleich. Das eine schließt das andere nicht aus. Sie sind Experten in ihrem jeweiligen Fachgebiet und in der Lage, das beste Team für Ihren konkreten Anlass zusammenzustellen – interdisziplinär und über alle Ländergrenzen hinaus.
Professionalität und Integrität
Untereinander und mit unseren Mandanten pflegen wir einen Umgang, der von Professionalität, Integrität und Vertrauen geprägt ist.
Schindhelm Rechtsanwälte sind in 14 Ländern und insgesamt 32 Standorten mit 230 Rechtsanwälten für Sie da.
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In Ländern, in denen wir nicht durch eigene Büros vertreten sind, arbeiten wir eng vernetzt in Kooperationen mit renommierten Anwaltskanzleien, Wirtschaftsprüfern und Beratungsgesellschaften.
Zur Kommentierung für Juristen
zu § 15 Übertragung von Geschäftsanteilen
Bedeutung für den Rechtsverkehr, häufige Anwendungsfälle
§ 15 GmbHG regelt die Übertragbarkeit von Geschäftsanteilen in einer GmbH. Da die GmbH weiterhin eine der wichtigsten Gesellschaftsformen im deutschen Recht darstellt, kommt der Vorschrift im Rechtsverkehr eine große Bedeutung zu.
Ein Wesensmerkmal der Kapitalgesellschaft, zu der die GmbH zählt, ist grundsätzlich ihr (erleichterter) Handel mit Gesellschaftsanteilen und dadurch ihre Ausrichtung auf eine gewisse Fluktuation ihrer Gesellschafter. In Abgrenzung dazu nimmt die GmbH eine besondere Rolle ein, da die Übertragung von GmbH-Geschäftsanteilen der notariellen Beurkundung bedarf. Dies soll in erster Linie den Handel mit Geschäftsanteilen verlangsamen und den in der Regel kleineren (persönlicheren) Gesellschafterkreis vor zu hohen und dynamischen Gesellschafterwechseln schützen. In diesem Zusammenhang stellen sich in der Praxis regelmäßig Fragen im Zusammenhang mit der Beurkundungspflicht von Nebenabreden zum Kauf- und Abtretungsvertrag.
Der Vertrag über die Übertragung von Geschäftsanteilen wird in der Praxis häufig auch als „SPA“ (Share Purchase Agreement) bezeichnet. Ein zentraler Teil eines SPA beschäftigt sich mit den Garantien und Freistellungen. Diese sind Ausfluss einer Due Diligence, die der Käufer vor Abschluss des SPA in den allermeisten Fällen durchführt (s. dazu auch bei Allgemeines unter f)). Die Ergebnisse der Due Diligence sind auch für die etwaig abzuschließende W&I-Versicherung von besonderer Bedeutung. Im Rahmen eines SPA verhandeln die Parteien ein selbstständiges Haftungssystem unter Abkehr von der gesetzlichen Haftung des BGB. Eine der Kerngarantien in einem SPA befasst sich mit der Frage der Anteilskette (chain of title). Dass die Geschäftsanteile auch tatsächlich dem Verkäufer zustehen und er frei über sie verfügen kann, muss ebenfalls im Rahmen der Due Diligence eingehend geprüft werden.
Auch für den Fall der Vererbung von Geschäftsanteilen an einer GmbH sind einige Dinge zu beachten, insbesondere besteht die Möglichkeit, dass die Erben aufgrund von Abtretungs-, Nachfolge-, oder Eintrittsklauseln in der Satzung der GmbH dennoch zur Übertragung der Geschäftsanteile an die verbleibenden Gesellschafter verpflichtet sind.
Den Gesellschaftern wird zudem die Möglichkeit eingeräumt, durch eigens ausgestaltete Abtretungsklauseln oder durch ein Erfordernis der Zustimmung zur Übertragung (sog. Vinkulierung) auf die Wahl des Anteilserwerbers Einfluss zu nehmen. Dies beruht auf dem großen Spielraum, den die Norm bei der Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrages zulässt. So haben sich in der Praxis aufgrund dieser Regelungen eine Vielzahl unterschiedlicher Vertragsklauseln entwickelt, die es den Gesellschaftern ermöglichen, die Übertragung von Anteilen in einer Weise zu steuern, die ihren individuellen Interessen oder auch den strategischen Zielen der Gesellschaft dient.
a) Generelle Hinweise
§ 15 GmbHG regelt die Übertragbarkeit von Geschäftsanteilen in einer GmbH. Der Normzweck des § 15 GmbHG liegt in der Erschwerung des Handels mit Geschäftsanteilen und dient der Beweiserleichterung sowie der Rechtssicherheit. BGH, Urt. V. 10. 3. 2008 - II ZR 312/06 = NZG 2008, 377 (378)
§ 15 GmbHG normiert in Absatz 1 die freie Übertragbarkeit von Geschäftsanteilen. Sie sind damit grundsätzlich veräußerlich und vererblich. Die Veräußerlichkeit kann durch den Gesellschaftsvertrag, das Minderjährigenrecht, das Ehegüterrecht und das Freiberufler-GmbHG beschränkt werden. Die Vererblichkeit hingegen kann durch den Gesellschaftsvertrag nicht ausgeschlossen werden.
Die Selbstständigkeit der Geschäftsanteile wird in Absatz 2 statuiert. Im Gegensatz zur Personengesellschaft führt der Hinzuerwerb von GmbH-Geschäftsanteilen durch einen Gesellschafter nicht zu einer Verschmelzung der Anteile.
Absatz 3 und Absatz 4 normieren Formvorschriften zur